Ich, der Dödel und der Abschied von Tina

Ohne Dich dreht sich die Welt zwar weiter,

aber nur mit halb soviel Schwung…

Tina-M.-Emig Quelle: http://skryptoria.wordpress.com/2014/02/05/lebt-wohl/

Quelle: http://skryptoria.wordpress.com

*

Ich bin zu 100% ein Gefühlsmensch!

Die Leute, die mich kennen, wissen DAS –

die, die mich kennenlernen, haben es auch schnell spitz.

*

Wenn ich mich über etwas erfreue,

dann tue ich das über Stunden,

nein, über Tage.

*

Wenn ich traurig bin, dann bin ich das über Tage,

nein, über Wochen.

*

Nichts kann mich dann trösten.

Es ist nicht so, dass ich dann nur weine,

Nein – DAS ist es nicht.

Ich denke dann viel nach,

zünde Kerzen an, puste sie aber nicht aus,

sondern lasse sie brennen,

bis dass sie sich von selbst löschen,

weil das Wachs aufgebraucht ist.

Ich schaue mir Fotos oder Videos

aus vergangenen Tagen an, lese alte Briefe…

ich schwelge in Erinnerungen….

*

Wenn ich dann etwas sehe oder erlebe,

was mich zum Lachen bringt,

dann lache ich….

ich lache so herzlich und intensiv,

dass mir die Tränen die Wange runter laufen.

*

Es gibt nicht viele Menschen,

mit denen man so eine Gefühlsachterbahnfahrt teilen kann.

*

Als Tina mir im Sommer 2013 erzählte,

wie es um sie steht,

und sie vielleicht Weihnachten nicht mehr erlebt…

war das für mich wie eine Ohrfeige –

Klatsch, mitten ins Gesicht, ohne Grund

und ohne, dass ich mich ducken konnte.

Es tat so weh!

Tina versuchte mich zu trösten und sagte:

Alles wird gut!“

*

Ich liebe ihre Bilder, ihre Worterfindungen,

aber auch ihre Texte und Kommentare,

welche teils mit Witz und teils mit Ironie gefüllt sind,

das wird mir so fehlen, – SIE wird mir so fehlen!

*

Im Januar erbat Tina meine Adresse.

Sie wollte mir etwas zuschicken.

Wie so oft, blödelten wir herum

und das Ende vom Lied war,

ich hatte in KEINER Mail meine Adresse mitgeschickt.

Also schrieb ich noch eine Mail,

in der Betreff-Zeile schrieb ich:

.

ICH Dödel!

.

…vor lauter „Gequatsche“ hab ich meine Adresse vergessen…“

*

Am nächsten Tag kam eine Mail zurück,

in der Betreff-Zeile schrieb Tina:

.

Hallo du Dödel!

.

„… ich habe etwas raus in den kalten Postkasten geworfen…

nimm es schnell in Empfang und halt es warm!…“

..

Ein paar Tage später erreichte mich Tinas Post.

Ich riss den Umschlag auf

und hielt ein Buch von Tina in der Hand.

Innen hatte sie eine Widmung für mich niedergeschrieben.

Anhand der persönlichen Zeilen, die dort standen,

spürte ich „der Abschied“ ist nah ….

*

Ich weinte so bitterlich,

Josch nahm mich in den Arm, er wusste –

jedes gesprochene Wort wäre jetzt fehl am Platz,

er hielt mich einfach nur fest, bis ich mich beruhigt hatte.

*

Dann nahm ich das Buch, las abermals die Widmung….

fuhr die Buchstaben mit dem Finger nach.

Wahllos blätterte ich durch, 

ich wollte noch nichts lesen, einfach nur so schauen….

mitten im Buch blieb ich hängen.

Ich breitete die Seiten auseinander und las:

*

Dödel as Dödel can?

*

Ich traute meinen Augen nicht.

Ich musste so laut loslachen.

Eine Geschichte in Tinas Buch handelt von einem Dödel!

Ich konnte es nicht fassen…

warum, um alles in der Welt,

schlug ich genau DIESE Seite auf?

*

Ich schrieb Tina eine Mail,

bedankte mich für das Abschiedsgeschenk

und verriet ihr, welche Geschichte ich „durch Zufall“

als erste gelesen hatte.

*

Während ich nun hier sitze und diese Zeilen schreibe,

sitzt Tina auf einer Wolke …

und ich bin mir sicher,

während uns beiden eine Träne die Wange runter läuft

lachen wir auch schon wieder …

ich über ihre Dödel Geschichte

und sie über meine!

*

DANKE Tina!

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8 responses to “Ich, der Dödel und der Abschied von Tina

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