…. verdammt klebriger, undurchsichtiger und schwieriger, ja fast schon unlösbarer Scheibenhonig …

 

Besser formuliert:

Eine sehr schwere Aufgabe!

 

 

 Adverbien, Adjektive, Verben, Substantive …

Nominativ, Genitiv, Dativ…

 Als ich DAS alles am 15. Mai las,

wusste ich: jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen.

 ***

Im 8. Kapitel des Schreibworkshops

sollte es nun ans Tageslicht kommen.

Nun sollten alle erfahren, ich schreibe einfach alles nieder,

ohne zu wissen wie die „possierlichen Tierchen“ heißen.

*

 Nein, ganz so schlimm war es nicht.

Ich wusste, es gibt sie,

ich wusste sogar, wie, welche „Gattung“ heißt.

Was ich nicht wusste,

wie schwer es sein kann, sie in einem geschriebenem Text zu lokalisieren,

ohne sie durcheinander zu werfen.

***

 Alexandra  fragte:

Adverbien & Adjektive – Freund oder Feind?

Bislang dachte ich immer: Freund!

Ich benutze sie doch so gerne,

um Eigenschaften genauer zu beschreiben, die ICH für wichtig halte.

Um Tätigkeiten BESONDERS hervorzuheben,

die für andere vielleicht selbstverständlich sind.

Um Ereignisse als „Premiere“ zu schildern, obwohl sie tagtäglich geschehen.

 Als ich Alexandra schrieb, ich empfinde die Aufgabe als sehr schwierig,

schrieb sie zurück, es ist gar nicht so wild, fast schon ein Selbstläufer.

Oh Alexandra, wenn du wüsstest wie ungern ICH laufe.

Ich muss mich regelrecht dazu zwingen,

denn von nichts – kommt nichts!

Im Moment laufe ich jeden Abend 11 Kilometer.

Jetzt werden sich alle fragen:

Warum erzählt sie DAS?

Na, weil ich vom eigentlichen Thema ablenken will.

Weil ich seit Tagen über dieser Aufgabe sitze

und sehr mühselig die Adverbien rot unterstreiche

und die Adjektive grün unterstreiche.

Und ja, Alexandra:

Adverbien sind ganz, ganz böse!

 ***

„Was fällt dir auf?“ steht am Ende der Aufgabenstellung.

WAS mir aufgefallen ist?

Den EIGENEN Text zu markieren -OK-

dann aber gegebenenfalls Adverbien oder Adjektive löschen,

das ist gar nicht so einfach!

Vielleicht liegt es an mir?

Bin ich zu steif?

Bin ich noch festgefahrener, als ich sowieso schon dachte?

Warum ist es mir so schwer gefallen, den eigenen Text zu reduzieren?

Ich möchte nicht, dass es arrogant oder überheblich wirkt.

Aber an dem Text:

„On the rocks“

würde ICH auch nach dem 20sten mal lesen nichts ändern wollen.

Im Text wimmelt es von Adverbien,

ob nun lokal, kausal, temporal oder modal,

aber, ich kann sie nicht streichen.

Auch das knappe Dutzend Adjektive finde ich gut platziert

und sie sind für mich nicht wegzudenken.

 ***

Bei Fremdtexten hingegen, konnte ich großzügiger agieren.

 *

Ich habe ja schon immer viel gelesen.

Manche Bücher habe ich an zwei Abenden durch gelesen.

Sie waren einfach so gut geschrieben.

Ich konnte mich mit dem Protagonisten identifizieren.

In der Tat war ich am Ende des Buches traurig,

dass es zu Ende war.

Nicht selten habe ich ein und das selbe Buch dann zweimal gelesen.

 Es kam schon ganz oft vor, dass ein Bestseller dann auch verfilmt wurde.

Wenn ich heute ein Buch lese,

gehe ich grundsätzlich NICHT ins Kino, um mir den Film anzusehen!

Warum nicht?

Zu oft schon bin ich enttäuscht worden.

Nicht etwa, weil die Handlung des Filmes vom Buch abwich,

nein, weil meine eigene Vorstellung zerstört wurde!

DAS, was ICH in meiner Phantasie gesehen habe,

während ich das Buch las,

sah SO aus, wie ICH es sehen wollte.

Jedoch die Filmemacher sahen es IMMER ganz anders!

Das hat mich stets ganz traurig gemacht.

Ich kam zu dem Entschluss,

mir einen Film erst dann anzusehen,

zeitlich weit, nachdem ich das Buch dazu gelesen hatte.

 ***

Und dann gibt es Bücher, wie schon von Alexandra erwähnt

„Küss mich, wenn du kannst“

Solche Bücher … Agrrrrrrr….

Ich bekomme etwas so Detail verliebt beschrieben,

als hätte ich keine eigene Meinung oder keine Phantasie.

Ich will mir nichts aufzwingen lassen

was ich mir durch meine eigene Vorstellungskraft

anders „ausmalen“ würde.

 ***

Werbetexte dagegen kommen von sich aus ohne Adverbien gut klar.

Die wöchentlichen Anzeigen

waren bei mir durchgehend in einem satten Grün markiert,

so tummelten sich die Adjektive auf dem Blättern.

 Bei Zeitungsartikeln war es ein bunter Mix aus grün und rot.

Wobei aber stets mehr Adverbien als Adjektive benutzt wurden.

Die Adjektive, welche zum Einsatz kamen, waren gut gewählt,

ich empfand sie als richtungweisend und somit nicht weg zu denken.

Der Einsatz der Adverbien war OK.

Ich merkte sofort, wenn ein Text überheblich wurde….

entweder man liest einen Satz zwei mal

oder nimmt sich sofort einen anderen Text vor.

  Da hätte ich schon ganz gerne mal den „Killer“ angesetzt

um überflüssige Informationen zu entfernen,

weil sie einfach zu lang,

zu langweilig und doppelt gemoppelt waren.

Apropos gemoppelt…

Ein Gutes hat das zusätzliche Lesen von Zeitungsartikeln

jetzt schon mal.

Ich hätte doch nie erfahren,

dass es ein Mopps-Rennen im Sauerland gibt.

Echt jetzt! Da rennen Möpse um die Wette.

DA muss ich hin.

DAS will ich sehen.

 

Zauberhafte Grüße

Katja

 

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8 responses to “…. verdammt klebriger, undurchsichtiger und schwieriger, ja fast schon unlösbarer Scheibenhonig …

  • littleedition

    Very well done! Excellent! Ich lese mit Genuss Deinen Beitrag, lese Deine eigene Stimme und freue mich irre, wie unglaublich konzentriert Du Dich mit Deinen Texten und den Übungen auseinander setzt. Ganz selige Mops-im-Haferstroh-Grüße, Alexandra x

    Gefällt mir

    • hoetuspoetus

      hi hi hi
      der Mops im Haferstroh
      DAS kenn ich auch noch…
      der aß doch ein Apfelsinchen,
      nicht wahr? 😛

      Dank dir.
      Ich hatte so früh angefangen
      mir alles genau
      unter die Lupe zu nehmen
      und doch ist es wieder
      so spät geworden.
      Ich habe einen kleinen Stapel
      Blätter hier liegen…
      rot grün bekritzelt, versteht sich.
      Josch wird froh sein,
      wenn DER nun weg kann.
      Aber bald schon
      steht das nächste Kapitel an…

      XoXo … Katja

      Gefällt mir

  • pixelspielerei

    Falls es Dich tröstet: Ich verstehe kein Wort.

    Das bringt Dich zwar nicht weiter, ich weiß! ☺

    Gefällt mir

    • hoetuspoetus

      … in der Tat …
      es tröstes mich … 😉
      Ich musste mich auch erst mal
      wieder ganz tief reinlesen.
      Die Schule ist ja schon so lange her.
      Einiges hatte ich vergessen und
      einiges schon damals nicht
      verstehen wollen 😀
      Manchmal ist es doch ganz gut
      sich alles nochmal genauer anzusehen.
      Jetzt habe ich zumindest bemerkt,
      warum mich einige Texte SOFORT
      ansprechen und andere Texte wiederum
      sofort „ankeksen“

      Gefällt mir

  • Persis

    Hihi, ich wusste zuerst auch nicht, worauf Du mit dem Text hinaus willst. Dann habe ich mir die Aufgabenstellung durchgelesen und kam mir ertappt vor. Immer dann, wenn mir bei einem Blogbeitrag die Worte fehlen, wird mein Umgang mit Adverbien und Adjektiven plötzlich SEHR großzügig. Wenn Du den Schalter findest, mit dem man das abstellt, dann sag mir doch bitte Bescheid 😉

    Gefällt mir

    • hoetuspoetus

      hi hi hi 😀

      `nen Schalter ….?
      Nee, den hab ich auch
      noch nicht gefunden,
      aber bei mir läuft so ein
      maskulines, sehr kritisches
      Wesen rum …
      dem geb ich dann etwas zu lesen
      und wenn er Verbesserungen hat,
      dann gibbet was Süßes … 😀

      Gefällt mir

  • elisa

    Haha, das ist ja wie für mich gemacht. Und ich muss jetzt als Germanistin mal sagen: Ich liebe Adverbien und Adjektive sind auch ganz cool. In Maßen. Und tröste dich: Ich finde, sie machen Sprache erst lebendig. Es gibt Texte, die sind einwandfrei formuliert, aber ich mag sie nicht, weil sie mich nicht berühren oder fesseln, weil sie schlichtweg langweilig sind.

    Ich kontrolliere meine Texte auch mehrmals und klar, da werden immer wieder Wörter gestrichen, weil sie zu viel sind, aber letztlich soll es ja mein Text bleiben. Bei anderen bin ich da auch viel großzügiger, ich bin ’ne richtige Korrigiereule und habe immer 100 Gedanken im Kopf, was andere besser machen könnten, aber du machst das gut! Ehrlich!

    Liebste Grüße und hab ein zauberhaftes Wochenende!

    Gefällt mir

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